Das ist der Grund, warum du nie wirklich durchhältst und schnell abgelenkt bist.
Multitasking ist so 2020
Multitasking wurde lange Zeit als eine starke Fähigkeit gefeiert. Aber im Laufe der Zeit ist es immer deutlicher geworden, dass das Erledigen einer Aufgabe, bevor du mit einer anderen beginnst, zu besseren und schnelleren Ergebnissen führt. Multitasking ist überbewertet. Was passiert eigentlich mit deinem Gehirn, wenn du multitaskst?
Der Kampf zwischen den Gehirnhälften
Wenn du dich voll und ganz auf Aufgabe A konzentrierst und plötzlich klopft Aufgabe B an die Tür, wie eine Nachricht, eine E-Mail oder etwas anderes, teilen sich deine Gehirnhälften in zwei. Die eine Hälfte hält Aufgabe 'A' im Hinterkopf. Die andere Hälfte kümmert sich um Aufgabe B. Der Wechsel von Aufgabe A zu Aufgabe B kostet dein Gehirn nicht nur Zeit, sondern auch Energie. Kostbare Energie.
Du könntest dich fragen, ob Multitasking nicht einfach das durchschnittliche Ergebnis liefert. Doch das ist nicht der Fall.
Switching = killing
Durch das Wechseln zwischen verschiedenen Aufgaben verlangsamen sich deine Gehirnfunktionen. Sogar wenn Aufgabe B nur das Beantworten einer Nachricht ist, kostet es dein Gehirn wertvolle Zeit und Energie. Denn wenn du erst einmal im Flow bist, dann wird Konzentrieren ein Stück einfacher. Leider kommen wir dort selten an, weil unsere Gehirne im Vorstadium herumrattern.
Flow-Grafik
Die roten Teile der Kurve sind die Start- und Endphase. In diesen Phasen kostet 'Fokussieren' relativ viel Anstrengung. Der grüne Teil der Kurve ist die Phase, in der du im Flow bist. Konzentrieren kostet weniger Anstrengung, weil du dich darin wohlfühlst.
Startphase, Flow-Phase & Endphase
Zwischen bestimmten Punkten wirst du relativ leicht abgelenkt, weil deine Gehirne in diesen Phasen viel Mühe haben, um fokussiert zu bleiben.
Die Flow-Grafik erklärt
- Je mehr du im Flow bist, desto weniger Anstrengung kostet dir die Arbeit
- Bevor du in den Flow kommen kannst, hast du es mit der Startphase zu tun
- Die Startphase kostet relativ viel Anstrengung für dein Gehirn
- Leider bleiben wir oft den ganzen Tag in der Startphase stecken
- Dies liegt an Ablenkungen: von Nachrichten bis hin zu Anfragen von Kollegen, sozialen Medien und anderen Unterbrechungen
- Jeder Wechsel bringt dich zurück auf den Anfang
Schlussfolgerung
Wirst du in der Startphase unterbrochen, dann fängst du nach jeder Unterbrechung wieder von vorne an. Es kostet dich den ganzen Tag viel Mühe, dich zu konzentrieren.
Es gibt Tage, an denen du nie aus der Startphase kommst. Dies kann beispielsweise daran liegen, dass du alle 15 Minuten auf dein Handy schaust. Die Folge? Es kostet dich den ganzen Tag viel Anstrengung, dich mit der Aufgabe zu beschäftigen.
Und nun? Durchhalten!
Was tust du das nächste Mal, wenn du in einer Startphase landest? Nimm dir vor, in der Anfangsphase dein Handy wegzulegen. Arbeite konzentriert, auch wenn du lieber ein bisschen scrollen möchtest. Wette, dass du nach der Startphase nicht einmal mehr den Wunsch verspürst, dich ablenken zu lassen?



